Lisa Renner Logo

LISA RENNER

PHOTOGRAPHY

© 2019 Lisa Renner Photography  |  Datenschutz & Cookies  |  Impressum  |  MwSt-Nr. IT02880690215  

|   St. Walburg 269 39016 Ulten - Italien   |

Mobil: +39 3358422984

  • Facebook Lisa Renner
  • Instagram Lisa Renner

Was wenn mein Kind nicht mitmacht

Viele Mamis machen sich im Vorfeld sooooooooo viele Gedanken.
Der meiste Gedanke, der mir entgegen getragen wird ist:
Was ist, wenn mein Kind nicht mitmacht?

Bedenken machen sich breit, denn nicht jeden Tag bucht ihr als Familie eine(n) FotografIn.
Aber keine Angst, deine Bedenken haben Platz. Genau dafür bin ich ja da!
Es ist nicht nur Platz für Deine Wünsche und Vorstellungen, sondern auch für Deine Bedenken und anderen Gedanken.
Auf den Satz: 
Was ist, wenn mein Kind nicht mitmacht? ,

frage ich meist zurück, wie Du darauf kommst?

Manche Mamis erzählen mir das ihre Kinder gerade in der Fremdelphase oder generell eher schüchtern sind. Das ist völlig in Ordnung! Dein Kind ist und hat eine Persönlichkeit, die es frei ausleben darf. Besonders, bin ich Fremd und komme nun in das "zu Hause" oder bin eben bei einem Ausflug dabei, da darf Dein Kind skeptisch und vorsichtig sein!

 

Als Profi in diesem Gebiet lade ich Dich ein ganz offen und liebevoll in das Fotoshooting zu gehen. Hab vertrauen in Dein Kind, dass alles gut wird. Schleppst Du Deine Bedenken immer mit Dir rum, fließt auch Dein Fokus in diese Richtung und dann kann es sogar so eintreten, wie Du es erwartet hast. Wie eine selbst erfüllende Prophezeiung.
Daher vertraue. Dein Kind bekommt die Zeit die es braucht.

Das ein oder andere schüchterne oder auch skeptische Kind hatte ich schon vor meiner Kamera.
An dieser Stelle möchte ich gerne mit Dir diese Geschichte teilen, damit Du besser verstehen kannst, wie ich in solchen Situationen vorgehe.


Empathie ist da die Zauber - Eigenschaft. Das Kind mit seinen Bedürfnissen sehen, wahrnehmen und ihm die Zeit und den Raum zu geben, die es braucht.

Mit Baby auf dem Arm öffnete Mama mir die Tür.
Sie kochte leckeren Tee auf und machte es sich auf dem Sofa gemütlich.
Die Große turnte um uns herum. Sie war mir gegenüber skeptisch und beobachtete mich.
Um ihr den Raum zu geben, den sie brauchte, konzentriere ich mich auf ihre Mama und ihre kleine Schwester. Nach einer Weile sprach ich sie an, doch bekam noch einen etwas ängstlichen und fragenden Blick so nach dem Motto " Was willst Du denn?!"


So lenkte ich meinen Fokus wieder auf Mama und die Kleine.
Nachdem die Teetasse genussvoll ausgetrunken war, entschieden wir uns die ersten Aufnahmen im Schlafzimmer zu machen. Auf dem elterlichen Bett war es super kuschelig und für alle genügend Platz. Auf dem Weg dorthin protestierte die Große, sie wolle nicht.

 

"Wenn Du nicht möchtest, dann brauchst Du auch nicht mit machen. Dann schaust Du einfach nur zu", sagte ich liebevoll zu ihr.
Während wir uns schon ausbreiteten und Mama es sich mit der Kleinen auf dem Bett gemütlich machte, blieb die Große im Türrahmen stehen. "Kannst DU von dort alles gut sehen?", fragte ich sie. Sie antwortete mit einem etwas genervten Blick. Mama versuchte sie zu überreden mitzumachen, in dem sie ihr gut zu sprach. Zur Mama gewandt sagte ich: "Gib ihr ruhig die Zeit, sie wird schon kommen, wenn sie mag. Vertrau mir." Und so starteten wir. Wir ignorierten die Große und ließen ihr somit die Zeit und den Raum, den sie brauchte.

Irgendwann war ein tapsen und dann ein rascheln der Bettdecke zu hören.
Die Große krabbelte an Mamas Seite. Sie sah wohl, wie viel Spaß wir hatten und wollte nun auch mit dabei sein. Sie wollte auch mit auf die Fotos. Und so las sie ihrer kleinen Schwester aus ihrem Lieblings - Büchlein vor, so liebevoll.
Eben wie eine stolze, große Schwester.
Zum Schluss nahm ich mir Zeit und fotografierte nur sie allein. Wir machten quatsch, spielten mit der Bettdecke verstecken und lachten uns scheckig!

Von: Ich will nicht! Keine Spur!

 

Als wir dann zum Sonnenuntergang nach draussen gingen war sie nicht mehr zu bremsen und wollte gar nicht mehr aufhören. Als ich gehen wollte protestierte sie und fragte mich vorwurfsvoll: "Wann kommst Du wieder?" :)

 

Und die Moral der Geschichte...

Wenn Du mit Empathie und Liebe, die Bedürfnisse Deines Kindes, wahrnehmen und drauf eingehen kannst, fühlt es sich gesehen.
Es fühlt sich Wertgeschätzt. Gleichberechtigt.
Dieses Kind hatte in jenem Augenblick ein Bedürfnis, welches nicht zu dem unseren passte.
Doch mit Geduld, Liebe und dem schaffen einer entspannten Atmosphäre, mit viel Zeit und Raum für sich selbst, konnte sie sich finden.
Sie konnte ein Gefühl für die Situation bekommen und sich dann entscheiden, ob sie lieber passiver Zuschauer oder aktiver Gestalter sein will.

Empathie, Liebe, eine Portion Distanz und Wertschätzung. Wundervolle Zutaten, um eine kindgerechte Atmosphäre zu schaffen.